Das Baltische Meer – die Ostsee – umgibt Deutschlands zweitgrößte Insel Usedom. Hier findet das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern seine nordöstliche Begrenzung, denn auf Höhe von Usedom befindet sich die gemeinsame Grenze mit unserem EU-Nachbarn Polen. In nördlicher Richtung, übers Meer, gelangt man via Seefähre zur Insel Bornholm und zu den schwedischen Seehäfen Trelleborg und Malmö. Neben der Anreise mit dem Auto über die B111 über Züssow nach Wollgast empfehlen sich die Bahnreise sowie die Flug-Destination “Regionalflugplatz Heringsdorf”. Dem Besucher weht eine permanent frische Brise um die Nase, doch im Vergleich mit der Nordsee gibt sich das flache Baltische Meer eher milde. Auch Ebbe und Flut sind in Usedom weit weniger ausgeprägt. Der Ruf der Insel begründete sich zu Zeiten der kultivierten Sommerfrische des Preußischen Hofes vor mehr als 100 Jahren. Die berühmten Kaiserbäder aus jener Zeit präsentieren sich bestens renoviert mit attraktiven Kultur- und Unterhaltungsangeboten.
Usedom: deutsch-polnische Koexistenz
Die Insel Usedom liegt im Mündungsdelta des Flusses Oder, der die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen beschreibt. Auch die Insel selbst ist Grenzland. Von der 445 Quadratkilometer umfassenden Inselfläche gehören rund 90 Quadratkilometer Usedoms, darunter Insel-Ostspitze und Odermündung, zum Nachbarstaat. Die deutsch-polnische Grenze verläuft etwas östlich des See- und Kaiserbads Ahlbeck über die Insel. Einen interessanten “Ausguck” bildet der sogenannte “Peenemünder Haken” am äußersten Nordwesten Usedoms. Von dort grüßt die größte deutsche Insel, Rügen, auf Sichtweite. Aber auch die beiden Usedom vorgelagerten Inseln Greifswalder Oie und Ruden präsentieren sich funkelnd in der Ostsee. Peenemünde wartet darüber hinaus mit einem Exkurs in die jüngere deutsche Vergangenheit auf. Im dortigen Raketen-Entwicklungszentrum arbeitete während des 2. Weltkriegs der deutsche Wissenschaftler Wernher von Braun an der Entwicklung der “F1″. Das “Historisch-technische Informationszentrum der Raumfahrt” bietet Zutritt zur historischen Forschungsstätte.
Usedom gilt als Sonnenwinkel, denn mit 1917 Sonnenstunden hält die Insel den Sonnenrekord unter Deutschlands Landstrichen. Gute Voraussetzungen für einen wetterstabilen Jahresurlaub! Wer sich für seinen nächsten Urlaub “Ferienwohnung Usedom” in den Terminer notiert hat, der hat mit Sicherheit die vielfältigen Angebote der Insel unter die Lupe genommen. Ganz augenfällig als ein Mekka für Bade- und Strandfreaks präsentiert sich Usedoms Ostsee-Küstenregion. Allerfeinste Sandstrände laden dort auf einer Länge von rund 40 Kilometern zum Sonnen, Schwimmen oder Segeln ein. Hier finden Singles, Paare und Familien mit Kindern alle Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Badeurlaub. Auch das Insel-Hinterland hat viel zu bieten. Dazu zählen 150 Kilometer Küste entlang der sehenswerten Haff-Gewässer auf der dem Festland und dem Oder-Mündungsgebiet zugewandten Seite Usedoms. Weithin bekannt sind das Stettiner Haff, der Peenestrom, das Achterwasser sowie das Krumminer Wiek.
Wie eine Perlenkette: die Kaiserbäder
In diesem Umfeld nehmen sich die kaiserlichen Seebäder mit ihren zum Teil wieder erstandenen Seebrücken wie Perlen an einer Kette aus. Zu nennen sind das mondäne Ahlbeck, Bansin, Heringsdorf und Zinnowitz sowie die im nordöstlichen Inselteil gelegenen Seebäder Trassenheide und Karlshagen. Daneben werben die kleinen, sogenannten “Bernsteinbäder” Koserow und Zempin um Gäste. Allesamt zeugen sie von der langen Bäderkultur. Gleichzeitig bilden sie attraktive Standorte, an denen sich nach der deutschen Wiedervereinigung Zentren für modernen Urlaub und Freizeitgestaltung entwickeln konnten. Ob exklusive Seebad-Lage oder eher ländlich-moderne Ferienunterkunft – die Insel hält ein facettenreiches Angebot an Standorten für Urlauber jeder Couleur bereit. Wer z. B. das Achterwasser dem Badebetrieb am Ostseestrand vorzieht wird mit vielen kleinen Buchten entlang des Gewässers belohnt. Hier ist ein Dorado für Fischer – zu Lande mit der Angel, in den Lüften der schwingenbewehrte, hier heimische Adler – aber auch Golfer, Radfahrer und wandernde Ausflügler kommen auf ihre Kosten. Ein vorbildliches Netz von Radwegen auf zumeist ebenen Fahrwegen erschließt Radfahrern nahezu alle Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Usedoms. Ein echter Urlaubstipp ist der Küsten-Radwanderweg, der sich von Seebad Karlshagen bis in die westpolnische Hafenstadt Swinemünde erstreckt.